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Burnout & FührungSerie „CEOs & Burnout“ · Teil 5

Der CEO als Mental-Health-Vorbild: Wie deine eigenen Warnsignale die Unternehmenskultur prägen

Burnout im Top-Management ist ein strategisches Risiko – und zugleich ein großer Hebel für die Kultur. Auf diesen drei Ebenen wirkst du als CEO als Vorbild für mentale Gesundheit.

4. November 2026 · 3 Min. Lesezeit
Burnout im Top-Management ist nicht nur ein persönliches, sondern auch ein strategisches Risiko – und gleichzeitig eine große Chance für die Unternehmenskultur. Wenn CEOs offen über mentale Gesundheit sprechen, steigt im ganzen Unternehmen die Bereitschaft, sich früh Hilfe zu holen und gegenzusteuern.
Auf drei Ebenen kannst du als CEO zum Vorbild werden.

1. Sprache und Haltung

„Ich habe früh gemerkt, dass mein System kippt, und mir Sparring und Coaching geholt“ sendet ein völlig anderes Signal als „Augen zu und durch“.
Damit machst du deutlich: Mentale Gesundheit ist Teil professioneller Selbstführung – nicht ihr Gegenteil.

2. Dein Verhalten als Maßstab

Sichtbare Grenzen bei Erreichbarkeit, Urlaub und Erholung, ein bewusster Umgang mit Krisen und eine konstruktive Fehlerkultur – all das wird von der Führungsebene abwärts übernommen.
Wenn du dir früh Unterstützung durch Coaching oder Therapie holst statt erst im Absturz, stärkst du die psychologische Sicherheit im gesamten Unternehmen.

3. Strukturen, die tragen

Mentale Gesundheit wird Teil der Unternehmensstrategie: mit klaren Angeboten wie Sparring, Coaching, Mitarbeiterberatung (EAP) oder Kooperationen mit Therapeuten, mit Burnout-Prävention für Schlüsselrollen und mit Trainings für Führungskräfte.
Gleichzeitig verstehst du Burnout nicht als individuelles Versagen, sondern als Signal, dass Person und Organisation neu ausbalanciert werden müssen – genau so, wie es „Die Leiden der Leitenden“ nahelegt.

Fazit: Der wichtigste Schutzfaktor

Ein CEO, der seine eigenen Warnsignale ernst nimmt und daraus Konsequenzen zieht, ist mehr als ein „starker Leader“. Er ist der wichtigste Schutzfaktor für die mentale Gesundheit seiner gesamten Organisation.
Klaus Rempe

Klaus Rempe

Wirtschafts- und Medizinpsychologe

Seit über 40 Jahren begleite ich Führungskräfte, Unternehmen und Einzelpersonen dabei, mentale Stärke aufzubauen und auch unter hohem Druck gesund und leistungsfähig zu bleiben.

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Institut für Wirtschaftspsychologie und angewandte Hirnforschung Klaus Rempe Dahlweg 97 48153 Münster Deutschland Telefon: +49 172 5342526 E-Mail: klausrempe@gmx.net